SCHAM – zwischen mir und der Welt
der Kunstverein 68elf zeigt
49 Künstler:innen wurden ausgewählt, mit ihren künstlerischen Interpretationen der Scham an einem besonderen Ort ein Gesicht zu geben.
Im Bunker K101 - Körnerstr. 101 - 50823 Köln
Zu sehen sind kritische, gesellschaftliche, private, ernste, politische, historische, lustvolle Positionen in Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur, Objekt, Fotografie, Video, Installation, Performance und Text
Eröffnung: Freitag 4. September 2026 um 18 Uhr
Laufzeit: 4. bis 20. September 2026
Lesung:
Samstag, 12. September 19 Uhr: nicht jugendfrei!
Thomas Dahl liest aus "In Höllen"
agii gosse liest aus "Poison"
Performance:
Sa 19. September 17 Uhr:
kopróchoma kollektiv
Öffnungszeiten: Fr 17 - 20 Uhr, Sa/So 16 - 19 Uhr
Radiobeitrag vom WDR zur Ausstellung [Link]
Unsere Arbeit:
UNSER GELOBTES LAND
Eine Kollaboration
Ingrid Bahß und zweiimdruck
Unsere Ausgangspunkte
FLUCHT: Verlust der Wohnstatt / Obdachlosigkeit, Verlust der Heimat, der Sprache, der familiären Bindungen, Ausgestoßen-sein, unfreiwillige Flucht/Abschiebung, Flucht in die Armut, Angst haben, „verloren/lost“ sein, ein Nicht-Verortet-Sein, ein Geworfensein*, aus all dem erwächst ihnen SCHAM. (Wo) Könnte die SCHAM auf unserer Seite sein?
SCHAM: Unsere Scham als kollektives Gefühl gegenüber den in unser „gelobtes“ Land geflüchteten Menschen, die wir nicht willkommen heißen. Ich schäme mich für mein Land, für meine Spezies…
FUßWASCHUNG: Die Fußwaschung ist im Orient eine rituelle Handlung, ein Zeichen der Gastfreundschaft – eine Willkommensgeste. Jesus wäscht seinen Jüngern vor dem (letzten) Abendmahl die Füße. Maria Magdalena wäscht Jesus die Füße mit ihren Haaren.
Entstanden aus dem biblischen Bild der Fußwaschung als Demuts-, Respekts- und Willkommensgeste gegenüber den zu uns kommenden Menschen, die lang gereist sind und mit verletzten, erschöpften, staubigen, geschundenen Seelen und Körpern und Füßen bei uns ankommen, ist die Idee für das gemeinsame Ausstellungsprojekt entstanden.
*Begriff von Martin Heidegger


68elf e.V.
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