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Zwei im Druck, das sind Suki Meyer-Landrut und Christine Pohlmann.

 

Christine Pohlmann hat Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte in Göttingen und Giessen studiert und mit Magister Artium abgeschlossen und sich ab 1991 entschieden, nicht nur Kunst in der Theorie zu betrachten, sondern sie auch tatsächlich umzusetzen.

 

Suki Meyer-Landrut hat in Düsseldorf Grafik-Design studiert und mit Diplom abgeschlossen. Nach jahrelanger Arbeit in der Werbebranche in Düsseldorf und Hamburg, hat sie sich 1996 entschieden, der Werbung den Rücken zu kehren und ihre Kreativität  ausschließlich für sich selbst zu nutzen.

 

Im Herbst 2010 lernten sich diese beiden Frauen kennen. Eine künstlerische Freundschaft entstand, gemeinsame Ausstellungen ihrer Malerei folgten. Und der Wunsch, eine neue Form des künstlerischen Ausdrucks zu erproben, führte sie im Frühjahr 2014 zur Druckkunst: „Wir haben uns zusammen eine Druckerpresse angeschafft, haben zusammen ein kleines Atelier bezogen und auch zusammen gearbeitet. Zunächst jede für sich, an ihren eigenen Platten und Drucken. Da haben wir entdeckt, dass immer die andere die schöneren Sachen macht - die raffinierteren Schnitte schnitzt, die frischeren Farben findet, die besseren Bildideen hat! Diese Entdeckung führte uns bald weit über den künstlerischen Austausch hinaus. Aus Austausch wurde Verbindung! So haben wir zu einer ungewöhnlich außergewöhnlichen, einzigartigen Kunstform gefunden.

 

Sich im Gegenüber, im Gegensätzlichen zu befinden, ist ein wesentliches Merkmal unserer gemeinsamen künstlerischen Arbeit. Wir benutzen die geschnitzten Linol- und Holzplatten der anderen, wir drucken auf die von der anderen vorbereiteten Blätter, wir komponieren gemeinsam einen Druck. Wir experimentieren, lassen uns überraschen von der Kreativität, den Ideen und der schöpferischen Kraft der anderen.

 

Es gehört Mut dazu zuzulassen, dass „ich“ nicht alleinige Gestalterin des Werkes bin, auszuhalten, dass etwas anderes als das Eigene in „mein“ Bild kommt. Aber nur dann kann „unser“ Bild entstehen. Immer entstehen dabei Unikate, weil diese Art des gemeinsamen Druckens ein einmaliger, nicht wiederholbarer Prozess ist. Oft entstehen dabei auch Druck-Paare, Drucke, die in Beziehung zueinander stehen. Sie spiegeln den künstlerischen Dialog, den wir eingegangen sind. Kunst im Gegenüber.“